meine Erfahrungen mit Leukämie

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Rente bis ans Lebensende

……..nun ist es amtlich, ich kehre nicht wieder in ein Arbeitsleben zurück.

Zu Beginn meiner Krankheit war dieser Gedanke unerträglich, ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich nicht mehr arbeiten kann oder nicht mehr in der Lage sein werde, das zu leisten, was für mich bis zum 6. Dezember 2006 normal war.

Heute bin ich froh, dass ich genügend vorgesorgt habe und ich daheim bleiben darf.  Ich wäre überhaupt nicht mehr in der Lage, einem normalen Berufsleben stand zu halten, auch wenn ich es wollte.

Wenn man mich sieht, sollte man nicht denken, dass ich diese Krankheit habe, ich sehe so aus, als wenn nichts passiert ist. Menschen fragen mich oft, wie es mir geht und beantworten ihre Frage direkt mit der Aussage „ aber Du siehst ja wieder ganz gut aus“.

Ich verzichte oft, darüber zu sprechen, wie es mir wirklich geht, was als Folgeschäden zurückgeblieben ist und was ich zu erwarten habe.

Diese Krankheit schlägt tiefe Wunden  in die Seele, Psyche und den Körper, die äußerlich nicht zu sehen sind. Sicherlich ist man froh, wieder am Leben teilnehmen zu dürfen, aber der Weg dorthin zurück ist hart und viele Menschen, von denen man gedacht hat, das sie an meiner Seite sind, habe ich verloren.

Für diejenigen, die einen Leukämiekranken im Freundeskreis oder in der Familie haben, oder die gebannt der Geschichte eines Kranken lauschen und erschüttert sind, was man erleiden muss, es ist niemals richtig vorbei. Der Kampf gegen diese tückische Krankheit dauert ein Leben lang und schlummert wie ein wildes Tier im Körper, immer auf dem Sprung, sich wieder zu zeigen.

 Zurzeit arbeiten meine Spenderzellen sehr gut. Ob es eine Beruhigung ist, das nochmal eine Portion dieses Lebenselixiers für mich in meiner Klinik aufbewahrt wurde um evtl. nochmals  verabreicht werden zu können.  Ich weiß nicht, ob ich das alles nochmals durchstehen möchte und kann.

Neben meiner kaputten Psyche kämpfe ich mit kaputten Hüften und einer maroden Wirbelsäule, mit Wassereinlagerungen im ganzen Körper, mit Fehlfunktionen in meiner Haut und mit Gefühllosigkeit in den Fingerspitzen und dem Genitalbereich, mit rasch voranschreitender Arthrose in den Gelenken, alles Überbleibsel, die teilweise nicht reparabel sind, die man nur etwas lindern kann.

Trotz allem, das Leben ist schön, man betrachtet alles aus einem anderen Blickwinkel, das sollte allen Mut machen, sich mit allem auseinander zu setzen, auch wenn man die meisten Hürden allein schaffen muß und unüberwindlich erscheinen.

Eure 

 

Moni

11.8.10 21:09
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(11.8.10 21:36)
Hm, wenn man sowas liest, kommt man sich wirklich ein wenig dumm vor, wenn die größte Sorge die ist, dass man keine Freundin abbekommt oder keine Ausbildungsstelle.
Es ist inspirierend zu sehen, dass du trotz allem, was du durchgemacht hast, noch versuchst das beste aus der Situation zu machen.

Ich hoffe für dich, dass es weiterhin gut läuft ...

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